Narbenbehandlung

Narben begleiten uns ein Leben lang. Hypertrophe Narben, Keloide, Aknenarben, Verbrennungs- oder Op-Narben sind ganz unterschiedliche Narbentypen – ebenso unterschiedlich sind die Therapieverfahren mit Lasern, Hyaluronsäure-Fillern, chirurgischen Techniken und Silikongelen.
Im Gesicht, an den Unterarmen oder auch an versteckteren Körperstellen können Narben stören und quälen, ja sogar psychisch so beeinträchtigen, dass Betroffene sich aus Scham zurückziehen. Manche Narben sind dick, rot und entzündet – die verdickten Wulstnarben (hypertrophe Narben) oder die wuchernden Keloide –, andere sind eingesunken, wie Aknenarben oder Narben nach tiefen Schnittwunden.
Eingesunkene Narben treten bei schweren Formen von Akne auf. Um sie rechtzeitig zu verhindern, sollte eine effektive Aknetherapie erfolgen, in schweren Fällen mit Isotretinoin oder einem innerlichen Antibiotikum. Sind Narben erst einmal da, hilft die Medizin dem langsamen Stoffwechsel des Narbengewebes mit der passenden Methode nach – je nach Narbentyp mit einem oder mehreren Verfahren in Kombination:
- Eingesunkene Narben: Sie werfen dunkle Schatten und lassen die Haut uneben wirken. Die fraktionierte CO2-Lasertherapie (z. B. Fraxel® Dual) stimuliert die Neubildung von straffendem Kollagen. Verklebungen können chirurgisch gelöst, Hohlräume mit Hyaluronsäure aufgefüllt werden – mit sofort sichtbarer Glättung. Nach 3–5 Wiederholungen verbessert sich das Hautbild über mehrere Monate deutlich.
- Narbenknubbel, verdickte Narben: Mit chirurgischem Erbium-Laser und chirurgischem Instrument werden sie in örtlicher Betäubung auf Hautniveau heruntergeschliffen.
- Rote Narben: Viele dicke Blutgefäße durchziehen das Gewebe; sie lassen sich mit dem Farbstofflaser verschweißen. Bei gleichzeitiger Verdickung wird Triamcinolonacetonid (antientzündliches Cortison-Kristall) eingespritzt. Meist bilden sich Rötung und Verdickung innerhalb von drei Sitzungen wesentlich zurück.
- Verdickte Narben: Durch Spritzen von Triamcinolonacetonid oder Stickstoff im Kontaktverfahren (-196 °C) schrumpft die Narbe und flacht deutlich ab.
- Unschöne Narben nach Operationen: Erst nach einem Jahr ist die Narbenbildung in der Regel abgeschlossen. Droht eine ungünstige Heilung, erzielen Narben-Silikongel oder Silikonpflaster sehr gute Effekte. In äußerst seltenen Fällen kommt bei Keloid-Neigung eine Weichteilbestrahlung direkt nach der Operation infrage.
- Strichförmige Narben: Auch „normal“ verheilte Narben lassen sich optisch oft noch verbessern – mit fraktioniertem CO2-Laser, chirurgischem Erbium-Laser oder der Radiofrequenztechnik mit Nadelstempel IntraCel, die punktuell Gewebe entfernen und die Gewebeerneuerung anregen.
- Verfärbte Narben: Braunverfärbungen hellt eine spezielle Bleichcreme innerhalb mehrerer Wochen auf; auch Rubin-Laser und IPL wirken aufhellend. Rotverfärbungen sprechen auf Farbstofflaser, KTP-Laser oder lpNd:YAG-Laser gut an.
- Verwachsungen: In die Tiefe ziehende Narbenstränge können die Beweglichkeit einschränken und im Bauchraum Schmerzen verursachen. Sie lassen sich gelegentlich nur chirurgisch entfernen; auch Triamcinolonacetonid und Massagetechniken wie die Querfriktion verschaffen Linderung.
Lassen Sie sich beraten – wir finden die richtige Lösung für Ihre Narbe.